Verweilbänkle-Tour

28 Radler erleben die Heimat neu

Bei strahlendem Sonnenschein und 19 Grad sind am Freitag, den 24.April 2026  28 E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer der Einladung des Schwarzwaldvereins Lauterbach gefolgt. Gemeinsam mit den Tourleitern Manfred Haas und Mark Finnern erkundeten sie auf der Verweilbänkle-Tour die Strecke von Lauterbach rund um Schramberg.

Schon auf dem Weg zum Treffpunkt am Parkplatz des alten Hallenbads gab es viel zu entdecken: Zitronenfalter begleiteten die Gruppe ebenso wie ein Fischreiher. Erste Station war die Bergkapelle, anschließend führte die Route über die Reute hinunter nach Schramberg mit schönen Ausblicken auf die Ruine Falkenstein.

Die Tour orientierte sich an den zwölf Bänken aus dem Verweilbänkle-Kalender 2026. An vielen Stationen wurden Geschichten erzählt, die mit den Bänken verbunden sind. Besonders im Fokus stand das Bankpaar von Dr. Oskar Junghans. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1927 ließ seine Witwe ihm zu Ehren zwei steinerne Gedenkbänke errichten – eine in Schramberg, eine in Lauterbach – so ausgerichtet, dass sie sich über das Tal hinweg ansehen.

Vom Bühle aus folgte die Gruppe dem neu angelegten Forst- und Radweg auf den Sulgen. Tiefbauamtsleiter Konrad Ginter berichtete dabei über die Entstehung des Weges, der durch die Veräußerung ehemaliger Junghans-Waldflächen möglich wurde.

Zur Einkehr ging es in die traditionsreiche Schwarzwaldstube im Eselbach. Dort entstand auch das Gruppenbild auf der roten Juni-Bank des Verweilbänkle-Kalenders. Anschließend führte die Strecke weiter über die Burgruine Hohenschramberg und Sulzbach zur Lauterbacher Steinbank – dem Gegenstück zur Schramberger Junghans-Bank.

Dort fand der Tag seinen stimmungsvollen Ausklang: Begleitet von Mark Finnern auf der Ukulele sang die Gruppe gemeinsam „Kein schöner Land“. Ein Tag, der nicht nur landschaftliche Eindrücke bot, sondern auch zeigte, wie eng Lauterbach und Schramberg miteinander verbunden sind. 

Kleine Pointe am Rande: Auf den letzten 500 Metern ging Mark Finnern selbst die Batterie aus. Seine Freunde Günther und Martin von der Sulzbacher Sängerlust haben ihn dann kurzerhand abgeschleppt – echte Kameradschaft eben.

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